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13 Juni 2013

Liebe Piraten, wir müssen an der Basisdemokratie Arbeiten ...

Ich habe innerhalb der letzten Woche drei Initiativen gestartet. Von mindestens 2 der Initiativen, das sie von allen Piraten mit denen ich kommuniziert habe befürwortet werden. Bei der Dritten gibt es noch den Wunsch auf eine weitergehende Lösung durch Verschlüsselung, an der Notwendigkeit der Politischen Diskussion der Fragestellung besteht aber kein Differenz. Im Einzelnen:


Der erste Antrag ist bei uns am Quorum gescheitert. Die anderen Beiden werden vermutlich auch am Quorum scheitern, obwohl es sich um die länger laufenden Meinungsbilder handelt. Politik ist eben nicht nur die Suche nach den Regeln des Zusammenlebens, Politik umfasst auch konkrete Zeit gebundene administrative Aufgaben. Und das funktioniert nicht. Kein Wunder viele Piraten wollen als Basis gefragt werden, haben aber gar nicht die Zeit oder die Lust, immer für Fragen zur Verfügung zu stehen.

Das was jetzt läuft, ist nicht mehr und nicht weniger als basisdemokrantische Arbeitsverweigerung!

Wer keine Zeit hat, der muss delegieren. Wer nicht delegiert und nicht mit abstimmt, der darf nicht als schweigender Neinsager gezählt werden. Folglich muss das Quorum im Liquid Feedback und anderen Tool anderes berechnet werden. Am ende der Quorumsphase muss festgestellt werden, wer in der entsprechenden Zeit aktiv war, also sich eingeloggt hat und irgend etwas veranlasst oder abgestimmt hat. Dann muss nachgesehen werden, wer auf einen dieser Personen Delegiert hat. Aus dieser Liste wird dann die Schnittmenge mit den an einem Themenbereich interessierten Leute gebildet. Und das ist dann die Quorums enge. Wenn 10%als Quorums wert festgelegt sind, dann ist die Antragsschwelle dann 10% der Größe der Quorums Menge die festlegt, wie viele Piraten eine Diskussion zu einem bestimmten Thema befürworten müssen.

Der Wähler hat, als wir bei über 10% standen, angenommen, wir hätte diese Probleme bereits gelöst. Das haben wir zum Teil der inkompetenten Berichterstattung des Qualitätsjournalismus zu verdanken. Aber mittlerweile hat der Souverän seinen Fehler eingesehen und sich entsprechen korrigiert, weswegen wir eben wieder bei 2-3% stechen.

Leute wir brauchen eine Tool Diskussion, um mit demokratisch legitimierten Statements an der tagespolitischen Diskussion teilnehmen zu können. Denn das ist unser strategisches Alleinstellungsmerkmal!


In habe es schon des Öfteren Angemahnt, aber irgendwie wollte das kaum einer Wahrhaben. Unangenehmen Wahrheiten werden bei uns ähnlich ungern Diskutiert wie in anderen Parteien. Was bei uns die Unlust die Verantwortung der Basisdemokratie anzunehmen ist, das ist anderen Parteien die Unlust sich mit digitalen Geräten auseinanderzusetzen. Wozu, Mann kann die Sachen doch Ausdrucken lassen.

Es gibt in der Open source Szene gibt es des öfteren Treffen, in denen sich Gruppen von Programmierer Treffen, um Tools Konzentriert zu Erstellen oder Weiterzuentwickeln. Solch ein Treffen sollte der Parteitag der Piraten initiieren mit einem Konkreten Arbeitsauftrag als Lastenheft.

10 Juni 2013

Die Neue Stasi 3.0 Amerikas (NSA)

Paranoide Subjekte wie ich sind ja schon immer davon ausgegangen, das sich die Regierung der USA eine Raungreifende Schnüffelinfrastruktur in die Sozialen Netze wie Twitter, Facebook, Google+ & Co besorgt hat. So ganz genau haben sie auch nicht mit der Geheimhaltung genommen. Zum einen ist da das eine oder andere Gesetz mit Grausamkeiten gegen die Zivilgesellschaft. Allen voran der Patriot Act. Das Ding erinnert schon böse an die die Verordnung zum Schutz von Volk und Staat, mit der der ganze Nazispuk anfing richtig gefährlich zu werden.



Aber auch in allerlei Fernsehproduktionen wie zum Beispiel Navi CIS wird, wie man heute weiß korrekt, unterschwellig die grausamen Tatsachen suggeriert, das Special Agents wie Anthony „Tony“ DiNozzo und Abigail „Abby“ Sciuto mal eben raz raz auch alle Möglichen IT Systeme zugreifen können. Es wird zwar immer von Hacks gesprochen, aber Hacken ist zeitaufwändige Arbeit. Oder Criminal Minds. Das gleiche in Grün. Hier ist es die Agentin Penelope Garcia die in Sekundenschnelle alle möglichen und unmöglichen Datenquellen Anzapft. Auch hier geht alle raz raz, wie es eine Infrastruktur erfordert, die jetzt aufgedeckt wurde.

Übrigens: Auch bei uns in Deutschland ist gibt es einen Trend, in Krimis Handlungsweisen vorzustellen die rechtlich (noch) unzulässig sind. Ganz besonders übel ist mir in diesem Zusammenhand "Lenzen & Partner" aufgefallen.

Jetzt ist es also Offiziell, die NSA (es wird behauptet das steht für National Security Agency aber das war wohl mal. Aktuell muss es New Stasi 3.0 of America heißen)


Und das ist der Junge Mann, der ein schönes, gesichertes Leben, seine Freundin, seine Heimat Hawai aufgegeben Hat, um der Welt zu Zeigen, was die Regierung seines Landes im Verborgenen so treibt. Er - und Bradney Manning - gehören unzweideutig zu den bedeutendste Persönlichkeiten des 21 Jahrhunderts. Man stelle sich mal ein βösartiges System wie das der Nazis mit den zivilen und militärischen Möglichkeiten der Amerikaner. AUA! Das viele Amerikaner Waffen haben, beruhigt mich in diesem Zusammenhang ein wenig.



Durch die deutsche Geschichte wurde sowohl das bisher mögliche Ausmaß der Repressionen gegen Teile der Bevölkerung als auch das Ausmaß staatlicher Ausforschung der gesamten Bevölkerung praktisch demonstriert. Beistand für jemanden, der politischen Widerstand dagegen, dass beides auf eine neue, digitale Ebene gehoben werden kann, geleistet hat, ist vor diesem Hintergrund ein unabweisbares moralisches Muss.

Käme Edward Snowden auf der Flucht vor dem US-Geheimdienst nach Deutschland, hat er einen verfassungsmäßigen Anspruch auf politisches Asyl.

Ich fordere die Bundesregierung auf, Edward Snowden politisches Asyl und Zeugenschutz anzubieten. Wenn Piraten meiner Meinung sind, dann können sie sich in dieser LQFB eil ini anschließen. Frau Merkel, machen Sie es wie Gerhard Schröder: Man muss auch einer befreundeten Nation klar zu verstehen geben wenn sie auf dem Holzweg ist! Das ist auch Solidarität.



Nachtrag 13.06: Man kann technologisch ein ganze Menge tun, um es der NSA das schnüffeln zu erschweren. Im wesentlichen muss man sich dazu von der aus den USA kommenden Technologien unabhängiger machen. Damit hilft man dann auch den Bürgern der USA, weil der Verlust wirtschaftlicher Prosperität immer auch ein sehr hochrangiges Thema in den USA ist. Eine Anleitung zum Schutz vor dem NSA Datenstaubsauger findet man hier: http://prism-break.org/. Dort kann man für jede wichtige Komponente ein non NSA Substitut nachschlagen.

Nachtrag 16.06: Die NSA bestätigt in einem Vertraulichen Hearing, das Analysten jedwede elektronische Kommunikation wie Telphnote, SMS, E-MAil sonstiger Internet Traffic einsehen können. Ausschlaggebend das dies Passiert ist dabei ausschließlich die Entscheidung des Analysten sich eine bestimmte Kommunikation anzusehen. Irgendeine richterliche Entscheidung ist dafür nicht nötig! Milkes Stasi hat das nicht hingebracht, in Ermangelung technologischer Kompetenz. Wovon Milke & Co immer geträumt haben, das hat die NSA in die Tat umgesetzt.

09 Juni 2013

Provisorische Dämme eleganter als mit Sandsäcken ...

Nachdem ich im Vorigen Post schon festgestellt habe, das man in Zukunft mit "überaschenden" Hochwasserwellen rechnen muss, geht es jetzt darum ob und wie man im Notfall schneller provisorische Dämme errichten kann. Zur Zeit werden dafür Sandsäcke verwendet. Diese Technik ist elegant, weil der Sand die gleiche Dichte hat wie das Material der wichen Dämme hat, wobei der Stoff wirksam das Auswaschen des Sandes verhindert. Aber die Montage solcher Dämme ist doch etwas Unpraktisch und Arbeitsintensiv.


Bildquelle: Wikimedia


Bildquelle: Bundeswehr auf Fricker

Geht es auch eleganter und vor allen schneller, um bei einem drohenden Dammbruch auf die Schnelle eine neuen errichten zu können. In anderen Ländern ist man da mehr auf Zack. Eine Russische Firma hat einen Staudamm entwickelt, den man einfach ausrollt und dann mit dem überreichlich vorhandenen Wasser aufpumpt. Solches Equipment sollte man für das THW anschaffen.








Bildquelle: NPF "POLITECHNIKA", OOO

Welche hervorragende Eigenschaften unter hydraulischen Druck stechende Hohlkörper aus elastischem Material haben, davon kann sich jeder Erwachsene im Alltag selber ein Bild machen - beim Sex. Denn der Penis funktioniert nach dem gleichen Prinzip.

Nachtrag: Weiterführende Debatte auf Google+

Ökostrom Infrastruktur & Hochwasserschutz in einem Aufwasch Realisieren.

2002 kam die Jahrhundertflut, 2006 noch eine und jetzt 2013 die Jahrtausendflut? Das ist Statistisch gesehen mit rund 1% Eintrittswahrscheinlichkeit schon recht Unwahrscheinlich. Der Wiederaufbau 2002 war mit, je nach Quelle mit 11 bis 13 Milliarden Euro schon sehr teuer, und wird über Versicherungen und direkte Staatszuwendungen zu einem nicht unwesentlichen Teil von allen Bezahlt.

Um das klarzustellen, die Flutopfer sind arm dran, uns Sie bedürfen der Solidarität wie kaum eine andere Bevölkerungsgruppe. Aber jedes mal wieder zur Tagesordnung überzugehen, nach dem Motto das war ein statistischer Ausreißer und wird so schnell nicht wieder passieren, ist eindeutig falsch. Für 11 Milliarden Euro, die man jetzt wieder zum Beheben der Schäden aufwenden muss, hätte man eine Menge bauen können um das Flutereigniss abfangen zu können.

Die jetzige Flut wird von einem Niederschlag von über 22 Kubikkilometern Wasser verursacht.
Für jeden Kubikkilometer braucht man zum Auffangen bei einer typischen Überflutungshöhe von 2 Meter also 500 Quadratkilometer Polderfläche. Geht man davon aus das diese Flutwelle 30% Mehr Wasser hat als die üblichen Hochwasserwellen hat, dann Fehlt platz für rund 5 Kubikkilometern Wasser, es fehlen also rund 2500 Quadratkilometer Polderfläche. Das ist ein quadratisches Territorium von 50km Kantenlänge.

Warum siedeln Menschen so gern in Flussniederungen? In prähistorischer Zeit waren Flüsse so etwas wie natürliche Verkehrswege. Noch heute kann man im Amazonasgebiet in Brasilien dies Form der Besiedelung beobachtet werden. Zum anderen ist es so, das ein Fluss der über die Ufer tritt, eine ganze Menge Schlamm verbreitet. Nach dem Ablaufen der Flut wird dieser schnell steinhart und bildet einen neuen Boden, der ein paar Zentimeter höher ist. Dieser Effekt führt dazu, das tiefere Stellen erhöht werden, und Schwemmland damit Topf eben wird. Auch diese Schlammablagerung kann man in den überfluteten Orten nach der Flut begutachten



Weil sich die Ebenen Grundstücke gut bewirtschaften lassen, sind die Bauern wenig begeistert, wenn es darum geht, das Ihr Land geflutet werden soll und damit jeweils eine Ernte auf dem Land ausfällt. Auch wenn der Flutschlamm im allgemeinen die Fruchtbarkeit des Landes verbessert.

Dazu kommt das in einem dicht besiedelten Land die Menschen in regelmäßigen Abständen Siedlungen in den Polderflächen errichtet haben, um keine allzu große Anfahrtswegen zu ihren Wirtschaftsflächen zu haben. Insoweit stellt sich die Frage, ob es keinen effektiveren Weg gibt, die 5 Kubikkilometer Wasser unterzubringen die nötig sind, um eine Flutwelle zu neutralisieren.

Würde man diese Wasser in sagen wir 100m tiefe Becken lagern, so brächte man nur noch mehr 50 Quadratkilometer, was einem Quadrat mit der Kantenlänge von etwas mehr als 7 km getan. Das kann man in kleineren Talkesseln machen. Allerdings müsste man das Wasser dort hin pumpen. Man braucht also im Grunde Genomen so etwas wie eine Pumpspeicherkraftwerk, dessen Oberbecken eine Talsperre ist und dessen unteres Reservoir ein Fluss ist. In der Tat ist es so, nicht nur Ausgleichskapazität für seltene Ereignisse in unseren Flüssen fehlt, sondern auch dramatisch Speicherkapazität für die Speicherung von Elektrizität. Am 2 Juni waren bereits 60% Ökostrom im Netz, das ist nicht mehr weit von dem Anteil entfernt, ab dem das Stromnetz instabil wird.


Bildquelle: www.transparency.eex.com

Normale Kraftwerke erzeugen eine definierte elektrische Spannung, wie eine Batterie. Ökostromquellen hingegen haben einen negativen Innenwiederstand, das heißt sie geben Elektrizität gegeben eine vorhandene Spannung ab. Insoweit besteht ein doppelter Notstand, den man zusammen angehen kann. Man brauch dazu möglichst hohe Täler welche in der unmittelbare Nähe der großen Flüssen liegen müssen. Das ist deshalb nötig, weil die Druckleitung zwischen der Talsperre und dem Maschinenhaus an dem Ufer des Flusses nicht zu lang sein sollte, um Energieverluste durch viskose Reibung im Wasser in grenzen zu halten. Das ist auch eine Frage des Preises, weil diese Leitung- welche Logischerweise einen erheblichen Querschnitt haben muss. Wegen der aktuellen Berichterstattung werde ich das Problem am Beispiel von Passau diskutieren.

Das Donauhochwasser hatte in Wien einen Durchfluss von 11.050 m³/sek. Um eine signifikante Auswirkung zu haben, müsste man mindestens 3000 m³/sek aus der Donau absaugen können. Wenn man von einer Tunnel zur Talsperre von 15 Meter Durchmesser, also 176 m² Querschnitt, ausgeht, dann muss das Wasser in der Betriebsart "Flut killen" mit 17 Metern in der Sekunde strömen. Jeder Meter den die 3000 m³/sek angehoben werden nehmen 29,4 Megawatt Leistung auf. Wird also das Wasser zum Beispiel 100m hoch gepumpt, sp werden knapp 3 Giga Watt gebraucht, bei 200 Meter sind das 6 Giga Watt. Das sind Leistungen die klein genug sind um in im Flutfall problemlos aus Fossilen Reservekraftwerken bereitgestellt werden zu können, und Groß genug, um einen Signifikanten Anteil von Sonnenenergie Nachts zur Verfügung zu stellen.

Wie würde man so eine Anlage betreiben? Im Normalbetrieb wird das Becken im Lauf des Tages mit Hilfe von Sonnenenergie gefüllt. Dann im oberen Teil ist die Elektrische Speicherung am effektivsten, weil für die gleiche elektrische Leistung die geringste Menge an Wasser gebraucht wird. Die Oberfläche des Speicherbeckens ist bei maximaler Füllung ebenfalls Maximal, so das die Schwankung des Seepegel minimal wird, so das die Optik des Speichersee gut ist.

Wenn jetzt eine Starker Regen von der Wettervorhersage Prognostiziert wird der an die Kapazität der zu regulierenden Flüsse heran reicht, wird man das Becken so ablaufen lassen, das der Fluss schon im voraus Wasser mit seiner Maximalkapazität abführt. Je nach Lage kann die Elektrische Energie genutzt werden, später in ein Stromspeicher für den Saisonausgleich umgelagert werden oder im Notfall in Wasser gekühlten Widerständen vernichtet werden. Wichtig ist, das man die Hochwasserwelle exakt formen kann.

Fließt dann Wasser auf den Niederschlägen in die Flüsse, so reduziert man den Abfluss aus dem Speichersee und geht dann nach dem Erreichen der Maximalkapazität des Flusses in den Pumpbetrieb über uns Sagt Wasser aus dem Fluss ab, so das dieser konstant seine maximale Auslegungsmenge an Wasser zum Meer transportiert. Übrigens, kann man mit dem Gespeicherten Wasser auch im Fall von Dürrekatastrophen den Pegel des Fluss stützen.

Wo kann man so eine Anlage bauen? Vereinfacht gesagt, überall dort, wo Flüsse Gebirge durchströmen. Also zum Beispiel im Hunsrück, wo der Rein durch das Mitteegebirge fließt. Das viel gebeutelte Passau, in dem mehrere Flüsse zusammenlaufen hat mehrere Optionen. Topografisch am geeignetsten ist wohl das Tal von Grafling bei Deggendorf. Umgesiedeltes Land gibt es in Deutschland nicht, insoweit muss man auch bei dieser Lösung Menschen umsiedeln. Aber es ist nicht so viel Landfläche betroffen, wie wenn man den Hochwasserschutz im Poldern im Tal durchführt. Eine Gewichtsstaumauer konnte mit einer Höhendifferenz von 170 Metern über ein Kubikkilometer Wasser Aufnehmen. Das entspräche 500 Quadratkilometer Polder im Tal.






Bildquelle: earth.google.com


06 Juni 2013

Rettet die Flatrate und Schützen wir unsere Daten - Pflicht zur Wahlfreiheit des Speicherorts?

Die ganze Diskussion um die Drosselung der Flatrates geht von dem Problem aus, das der Datentransfer ins Uferlose steigt. Das ist auch der Tatsache geschuldet, dass etliche Betriebssysteme für den Benutzer automatisch Daten synchronisieren. Das machen diese Cloud-Dienste typischerweise so, dass das Quellgerät, z.B. das Smartphone, einen neuen Datensatz automatisch auf einen Server des Herstellers hochlädt und dann das Objekt in eine Datenbank einträgt. Die anderen Geräte können sich über die Datenbank über die Neuerungen Informieren und diese dann prophylaktisch runter laden. Das führt bei Leuten, die gerne Videos machen, zu einem horrenden Datenverkehr.

Da zum Beispiel in den USA die Geheimdienste nahezu uneingeschränkten verdeckten Zugriff auf die Daten haben, ist das auch aus datenschutzrechtlicher Sicht extrem fragwürdig. Computersoftware wird heute typischerweise weltweit hergestellt. Nur durch einen frei wählbaren Speicherort ist sichergestellt, dass der Nutzer einen Speicheranbieter und Gesetzgeber seines Vertrauens wählen kann.

Am besten wäre die Privatsphäre durch ein verschlüsseltes Übertragen und Speichern der Daten geschützt. Das muss aber Option bleiben, weil es in vielen Ländern bereits gesetzliche Vorgaben zur Einsichtnahme des Staates existieren. Nachteilig an einer verschlüsselten Speicherung ist auch, das eine Duplizierung nicht mehr möglich ist.

Beim Design der Verwaltungsdatenbank darf nicht einfach eine Hashsumme abgelegt werden, die es gestatten würde, anhand der Hashsummen einer Datei zu ermitteln, wer diese Datei alles besitzt. So muss bei der Bildung der Hashsumme eine geheime Kundenkennung, z.B. der Private Schlüssel für die Authentifizierung des Nutzers, mit eingerechnet werden.Aufgrund der nationalen Interessen der Länder, aus denen die Software geliefert wird, ist nicht damit zu rechnen, dass der Markt das Problem alleine regeln würde.

Aus diesem Grund habe ich ein Meinungsbild / Beschlussvorlage im Liquid Feedback der Piratenpartei über die folgende Aussage gestartet:

Die Piratenpartei Deutschland tritt für eine Pflicht von Softwareanbietern ein, bei Cloud-Lösungen dem Benutzer eine Option an die Hand zu geben, einen Speicherort seines Vertrauens nach gängigen Industriestandards zur verschlüsselter Übertragung der Daten konfigurieren zu können. Bei der Ausgestaltung der Verwaltungsdatenbank ist darauf zu achten, dass nicht Listen von Menschen erstellt werden können, welche eine bestimmte Datei besitzen.

Wenn ihr diese Initiative unterstützen wollt: https://lqfb.piratenpartei.de/lf/initiative/show/6377.html

Nachtrag 07.06: Wie notwendig das alles ist, kann man jetzt (endlich) auch öffentlich Nachlesen: http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-06/...

Verbot vom DRM im allgemeinen Geschäftsverkehr?

DRM ist dafür da, dass der Urheber festlegen kann, wieviele Leute ein Dokument wie lange lesen können, ob das Dokument ausgedruckt werden kann, und viele andere Fragen des Urheberrechts. Insbesondere ist es auch möglich, Dokumente aus der Ferne zu widerrufen.
So etwas ist extrem problematisch, wenn zum Beispiel Werbematerial oder Angebote versendet werden. Wenn diese ein Sonderangebot bewerben und dann die Dokumente weg sind, wie soll man sich gegen eine Rechnung über den Listenpreis wehren. Auch andere "Zusagen" und "Zusicherungen" könnten mit dieser Technik "aus der Welt" geschafft werden.

Im übrigen behindert die typischerweise proprietäre DRM-Technologie die Nutzung von Open Source-Software im Geschäftsleben, weil z.B. pdf's verschickt werden können, die sich nicht mit Open Source-Software öffnen lassen. DRM und Open Source sind prinzipiell unvereinbar, weil ja sonst jeder die einschränkenden Abfragen auskommentieren kann.

Ausnahmen vom Verbot sollen eines Vertrages bedürfen, in dem sich die Parteien auf die Nutzung und den Zweck des Einsatzes von DRM verständigen. Als sinnvoll ist zum Beispiel der klar definierte Schutz von Geschäftsgeheimnissen aller Art zu betrachten. Das DRM kann in diesem Fall als Teil eines heute schon üblichen Geheimhaltungsabkommens vereinbart werden.

Aus diesem Grund habe ich ein Meinungsbild / Beschlussvorlage im Liquid Feedback der Piratenpartei über die folgende Aussage gestartet:

Die Piratenpartei Deutschland tritt für ein Verbot von Dokumenten mit Digitalem Rechte Management (DRM) im allgemeinen Geschäftsverkehr ein, soweit die beteiligten Parteien keine explizite Vereinbarung zur Nutzung von DRM abgeschlossen haben, für Fälle, wo das angebracht ist. In jedem Fall müssen solche Dateien auch für unbedarfte Personen als solche mit DRM-Funktionalität erkennbar sein.


Wenn ihr diese Initiative unterstützen wollt: https://lqfb.piratenpartei.de/lf/initiative/show/6375.html

15 Mai 2013

Rettet die Flatrate: Weg mit dem Werbemüll

Ich habe es ja schon ein meinem Vorherigen Post zur Fragestellung der Netzneutralität gesagt, ich bin selber ein kleiner Internetprovider und die Zuname des Internet traffic hat Existenz bedrohliche Ausmaße erreicht vor allem weil die Art und weiße mache Dienste auch die Stabilität des "best Effort" Dienst gefährdet. Am wichtigsten wäre es, das man ein neues Videoformat bekommt, das auf Datensparsamkeit hin optimiert ist und nicht auf die Bedürfnisse der Unterhaltungsindustrie.

In meinem heutigen Posting will ich mit mit dem durch Werbung verursachte Overhead befassen. Als ich Mitte der 1990 Jahre in das Internet gegangen bin, war das Verhältnis von Inhalt und Werbung von den Werbeagenturen noch Vorgegeben. Die Werbebanner waren im Wege der AGB's der Werbevermarkter in der Größe typischerweise auf 10KByte limitiert, die Zahl der Banner auf eines pro Webseite.

Daraus ergab sich, das eine typische Webseite mit Bildern die so um die 20-100 kByte hatte. Daraus ergab sich ein Werbeanteil von 10-33%. Man muss natürlich im Hinterkopf behalten, das die Übertragung dieser 100kByte damals beim Surfen über Modem 24 Sekunden und über ISDN Standleitung 12,5 Sekunden dauerte.

Mit den heute zur Verfügung stehenden breitbandigen Anschlüssen ergibt sich durch die Bandbreite für die Gleichen 100kByte eine Ladezeit von zum Beispiel 80ms bei DSL10000. In der Realität dauert die Ladezeit länger, weil bei diesen Geschwindigkeiten die Roundtrip Zeiten der dominierende Faktor wird. Ein typischer Ping läuft zum Beispiel in meinem Netz 20ms, bis die ersten Daten kommen braucht es 2 Roundtrips, also 40ms + Serverresponsetime. Im einfachsten Fall werden aus dem Text direkt die Bilder geladen. Dann kommen noch mal 40ms dazu. Jede Namensauflösung trägt mir je einem Roundtrip auf,also weitere 20ms. Für die elementare Webseite im Format der Mitte der 1990 Jahre bleiben 80ms + (20ms + 40ms + 40ms) = 180ms. Aus diesem Grund will Google auch die RFC für das TCP/IP weiterentwickeln, um schon im ersten Roundtrip Daten liefern können.

Allerdings sind heute viele Webseiten mit Werbung geradezu überfrachtet. Ich habe oft gesehen, das zum Beispiel ein Zeitungsartikel mit aggressiver Video Werbung versehen werden. Dieser werden per HD und typischerweise per RTMP seltener per RTSP verbreitet. Ist ja Premium Content den nicht jeder Kopieren können soll. Da die Werbung immer angesehen werden muss, weil sie vor den Artikel auftaucht und erst verschwindet, wenn das Video um ist. So ein typischer Werbespot von einer Minute HD verbrennt (1) eine Minute der Lebenszeit des Nutzer und (2) 45 MB an Datenverkehr. Aus den 10-33% Werbeanteil ist also mal eben ein Werbeanteil von über 99% geworden. Das heißt, der meiste Verkehr ist nur Müll und Ärgerlich, weil man sich eine an sich bekannte Werbung zum x-ten mal Zwangsansehen muss.

Insoweit schlage ich als Sofortmaßnahme vor, einen Ad blocker zu benutzen. Konkret schlage ich vor, Mozilla Firefox mit Ad Blocker plus zu verwenden. Diese Software liefert ausgezeichnete Funktionen. Der Seitenaufbau wird signifikant schneller, weil gerade die Werbefunktionen auf sehr vielen Domains Teilaspekte einer Seite Laden. Zum anderen verringert sich der verbrauchte Traffic extrem weil ja mitunter nur 1% des Traffic relevant ist, so das das Hauptargument der Telekom, das die Datenmengen durch die Decke gehen, entgegengewirkt werden kann.

Werbung ist sehr wichtig für das Internet. Aus diesem Grund filter Adblocker nicht jede Werbung, sonder lässt die Werbung dann durch, wenn diese sich im Ausmaß im Rahmen hält und nicht unangenehm ist. Zwar Mucken etliche Verlage wegen der schon jetzt vorhandenen Installationen des Adblockers auf, aber das sind meiner Erfahrung nach genau diejenigen, welche die Leute mit 99% Werbeanteil gepiesackt haben. Diese Möglichkeit sollte jeder nutzen, um die Netze vor Verschwendung zu schützen.